Bis 1928 wurde der Kalkofen vom Baugeschäft Simon Haschner aus Schweinspoint betrieben, danach übernahm Maurermeister Leonhard Haschner aus Schweinspoint (später Marxheim) Kalkofen und Steinbruch und betrieb diese bis 1946. Unter der Leitung von Georg Ruf aus Schweinspoint war die Arbeit im Steinbruch für zehn Beschäftigte ein begehrter Arbeitsplatz. Die Sprengungen übernahm Albert Stark aus Schweinspoint. Der Lohn betrug zu dieser Zeit neun bis zehn Reichsmark die Woche. Weitergeführt wurde dann der Kalkofen mit Steinbruch von einem „Herrn Bosberg und Sohn“. Die Männer, die dort gearbeitet haben, waren – wie der Besitzer – Heimatvertriebene, die dort ihren ersten Arbeitsplatz bekamen. Der Abbau war jetzt reine Handarbeit. Sprengungen waren nicht mehr möglich, da der Besitz von Sprengstoff nach dem zweiten Weltkrieg strengstens verboten war.
1951 wurde der Kalkofenbetrieb schließlich eingestellt, weil nun großindustriell hergestellter Kalk, Mörtel und Zement viel billiger und leichter zu verarbeiten waren. Der Steinbruch wurde zugefüllt und mit einem Kiefernwald bepflanzt.
Für die Anpflanzung war hauptsächlich Hauptlehrer Bader zuständig. Mit seinen Schülern und den Einwohnern aus Schweinspoint bepflanzte er den ehemaligen Steinbruch.
2022 hat sich ein Freundeskreis gefunden, der das Industriedenkmal restaurierte, so vor seinem Verfall bewahrte und das Gelände des Kalkofens Interessierten zugänglich machte.